Downshifting (m)ein Lebenskonzept ?

Es ist Frei-Tagmorgen 7:30 Uhr. Die Nachbarschaft startet in den Berufsalltag. Ich mache vorsichtig die Augen auf und versuche das Wetter des heutigen Tages einzuschätzen. Heute ist mein freier Tag. Das heißt, heute ist der Tag, an dem ich meine Zeit selbst einteilen kann.  Der erste Punkt dabei ist, nicht mit dem Wecker aufstehen zu müssen.

Wie kam es dazu?

Wegen einer Vorerkrankung war ich vor gut einem Jahr in der Reha. Bei der Auswertung meiner Eingangsuntersuchung sagte man mir: „Wenn Sie so weiter machen wie bisher, können sie noch so viel Sport machen und Salat essen. Sie werden nicht alt werden.“

Puh! Ein Schlag ins Gesicht! Das hat gesessen.

Die lange Zeit in der Klinik hat mir gut getan. Ich habe mich etwas erholt und sehr viel gelernt.

Doch die Klinik ist ein geschützter Bereich: Kein Alltagsstress, keine Verantwortung für andere, raus aus der gewohnten Umgebung. Trotzdem begleiteten mich die Fragen: Wie soll ich meinen Alltag so gestalten, dass es mir auch auf Dauer gut geht? Wie werde ich meine Arbeit im Geschäft bewältigen? Schaffe ich es Auszeiten in meinen Alltag zu integrieren?

Ein dreiviertel Jahr später war klar: Ich muss etwas ändern. Mir geht es wieder zunehmend schlechter. Ich bewältigte den Stress nicht im Geschäft nicht.

Nach ewigen Verhandlungen und einem halben Jahr Hin-und-Her wurde schließlich mein Antrag auf Arbeitszeitreduzierung genehmigt. Es war fast wie Ostern und Weihnachten zusammen. Natürlich verdiene ich jetzt weniger, das war mir klar, aber für Geld kann ich mir meine Gesundheit nicht kaufen.

Arbeite ich jetzt weniger? Was mache ich mit der gewonnenen Zeit?

Ich bin noch nie de Typ gewesen, der stundenlang auf der Matte liegt. Irgendetwas habe ich immer zu tun. ABER! Ich arbeite in meinem eigenen Rhythmus, ohne fremde Taktgeber, ohne Uhr und mit Pausen dann, wenn ich sie brauche.
 

Reicht das Geld?

Ja, es reicht. Mit eigenen Händen kann man viel (er)schaffen.  😉

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