Wintergärtnern: So macht auch der deutsche Winter Spaß!

„Wintergärtnern. Hm. In Deutschland. In Deutschland? Na klar, mit Gewächshaus oder so….“ Das waren meine ersten Gedanken, als ich die Ankündigung einer Fernsehsendung las. Neugierig wie ich nun mal bin, schaute ich mir den Beitrag trotzdem an. Er hatte es geschafft: Wolfgang Palme von der Gemüsebau-Versuchsanlage Zinsenhof hatte mich mit dem Wintergärtnervirus angesteckt!

Wintergärtnern im Sinne von Herrn Palme ist eben nicht das Aufziehen von Pflanzen unter Glas oder Folie mit Mengen von Energie, die zum Heizen und beleuchten dieser Anlagen nötig sind, sondern das Gärtnern unter freiem Himmel. Höchstens ein Vlies braucht man zusätzlich dazu.

Der Gedanke gefiel mir! Im Winter im Garten werkeln und dann auch noch etwas ernten. Also startete ich 2017 den ersten Versuch und habe einfach ein paar Sachen gesät, von denen ich noch Saatgut vom Frühjahr übrig hatte.
Kopfsalat, Radieschen, Rote Beete. Portulak- und Feldsalatsamen kaufte ich dazu. Es war erstaunlich. Selbst das Sommersaatgut brachte etwas zum Ernten hervor. Frische Radischen im Winter, Kopfsalat, der nach dem Frost immer noch für einen Salat taugt. Portulak, ein ganz neues Geschmackserlebnis!

Rosenkohl und Grünkohl waren im Frühjahr schon gesät und ergänzten die Winter-Sonntagsessen.

Meine ausdauernden Kräuter habe ich ganz bewusst und viel mehr verwertet als in den Jahren zuvor.
Knoblauch und im Sommer markierten Meerrettich kann man bei Bedarf ernten.
Das sind nur wenige Beispiele von ich weiß (noch) nicht wie vielen. Es gibt noch so viel zu entdecken!

Ganz bestimmt ist das Wintergärtnern, wie ich es bisher betrieben hatte, eher eine Liebhaberei, als ein Beitrag zu wirklichen Selbstversorgung, aber mit gesammelten Erfahrungen lässt sich sicherlich nach und nach der Ertrag steigern.

In diesem Jahr habe ich schon Chinakohl-, Butterkopf- (Kopfsalat), Endiviensalat- und Pflücksalatpflänzchen frisch gesetzt und Feldsalat, Rote Beete, Schwarzen Rettich und Zwiebeln gesät. Portulak folgt noch.

Das wird -so der Plan- im Winter erntereif sein.

Die Rote Beete wird nicht ausreifen, aber die halbgroßen Blätter sind eine sehr gute Beigabe zum Salat. Zwiebelsamen habe ich mal auf Verdacht gesät. Die hatte ich von einer Sommerzwiebel. Mal sehen, ob es was wird.

Winterkresse und Radieschen werde ich später auf den Weg schicken.

Mal sehen, was mir noch so einfällt. 😉

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