Der lange Weg vom Arbeitstier zum Downshifter

Vor über einem Jahr habe ich von einen Arzt gesagt bekommen, dass ich als Arbeitstier nicht mehr lange machen werde. Das waren klare Worte – mitten in´s Gesicht. Aber manchmal braucht man so etwas…

Seither versuche ich zum entspannten Downshifter zum mutieren. Das ist viel schwerer als gedacht!

„Ha!“, denkt sich der eine oder andere. „Was soll daran schwer sein? Weniger arbeiten, das Leben genießen – so gut würde ich es auch gern haben.“

Ja, es ist wirklich schön, weniger Zeit im Job zu verbringen. Keine Frage! Wenn ich jammern würde, wäre das wohl auf sehr, sehr hohem Niveau. Nein, das ist es nicht!

Die innere Unruhe bringt mich immer wieder dazu, irgendeine Arbeit zu erledigen. Noch immer gibt es Tage, an denen ich mich fast schuldig fühle, wenn ich nicht irgendetwas schaffe. Tage, an denen ich mich von einer Aufgabe zur nächsten jage, ohne dass ein wirklicher Grund dazu besteht und ohne dass mir das bewusst ist.

Inzwischen merke ich aber, wenn mein Körper die Bremse anzieht.

Ich schreibe mir wie früher auch meine To-Do-Liste für den Tag. Früher hatte diese immer viel zu viele Punkte. Um das Tagesziel zu erreichen, hätte der Tag 36 Stunden haben müssen. Abends bin ich dann mit dem Gefühl ins Bett gegangen, nichts geschafft zu haben.
Heute haben meine Listen weniger Punkte und ich schaffe es tatsächlich (meist) zu akzeptieren, wenn der eine oder andere Punkt auf einen anderen Tag verschoben wird / werden muss.

Ich plane mir Zeit für Pausen ein, Zeit dafür den Einkauf nicht mit dem Auto zu erledigen, sondern den Weg mit dem Fahrrad zu fahren und dabei zu entspannen, Zeit, mich einfach mal in die Sonne zu setzen….

Ich habe aber wohl doch noch etwas Weg vor mir zu lernen, mich zu entspannen und mein Leben zu genießen!

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