Stress begegnen: Der Umgang mit „schwierigen“ Menschen

„Die Hauptgrund für Stress ist der tägliche Umgang mit Idioten“ soll Albert Einstein gesagt haben.

Zuerst: Was sind Idioten? Früher, ganz früher, war das Wort einfach nur die Bezeichnung für einen Nichtfachmann oder ungelernten Arbeiter. So in diesem Sinne.
Die Wortbedeutung änderte sich im Laufe der Zeit. Erst im 19. Jahrhundert bekam es die Bedeutung für einen unmöglichen Menschen – einen, der nicht alle Tassen im Schrank hat. 😉

Unmöglichen Menschen begegnen uns schon ab und zu. – Oder täglich, wie Einstein? – Es sind entweder Menschen, mit denen wir einfach nur nicht klarkommen, weil die Chemie zwischen ihm und mir nicht stimmt oder es sind Menschen, die einen – sagen wir mal – einen schwierigen Charakter haben.

Egal was der Grund ist, warum wir mit dem einen oder anderen Menschen nicht klar kommen. Der Umgang mit diesen Menschen kostet Nerven und Kraft.
Der Puls kocht hoch, das Herz beschleunigt. Stress!!!

Wie bekommt man eine solche stressige Lage entspannt? Den Mitmenschen kann man nicht ändern.  Die haben ihren Charakter, wie jeder von uns. Wenn man Glück hat, hat dieser Mensch nur einen schlechten Tag, oder eine schlechte Phase. Dann hilft ein Vieraugengespräch zu einem späteren Zeitpunkt. Das entspannt die eigene Psyche und zeigt dem Gegenüber, dass das Verhalten unpassend war.

Dauerstressern geht man an besten aus dem Weg. Das ist die einfachste Methode. Aber manchmal geht das einfach nicht. Kollegen oder Vorgesetzten kann man kaum auf Dauer aus dem Weg gehen – es sei denn man kündigt.

Meine Mutter hat mir, als ich mich als Jugendliche mal fürchterlich über einen Leher geärgert habe, folgenden Tipp gegeben: Einen selbstverliebten Dauerquassler lässt man  einfach reden und stellt sich vor, wie er aussieht, wenn er nackt vor einem steht. Besonderes bei diesem Lehrer war die Vorstellung doch sehr amüsant.
Schön ist auch die Vorstellung, der Redner wäre eine Seifenblasenmaschine und statt der Worte quillen wunderschöne Seifenblasen aus ihm heraus. So viele Seifenblasen muss man erst mal fangen! 🙂
Die Methode hat damals geholfen und klappt auch heute noch, denn oft muss man innerlich lachen und der Ärger hat nicht mehr solch starke Kraft, weil man abgelenkt ist.

Mit Leuten, die keine Diskussion zulassen, also wo der Ausgang der Diskussion prinzipiell schon feststeht, bevor sie eigentlich angefangen hat, begegne ich mit den Worten: „Mit dir/ihnen diskutiere ich nicht.“ Das kostet manchmal Überwindung, hilft (mir) aber ungeheuer weiter. Ist recht aggressiv und gelingt mir auch nur, wenn ich selbst kurz vor der Explosion bin.
Sanfter ist die Variante , den Sturkopf einfach stehen zu lassen – sich umzudrehen und zu gehen. Im Idealfall merkt er, dass etwas falsch gelaufen ist.

Aber ehrlich: Es kommt schon vor, dass ich mich im Nachhinein doch ärgere, dass ich „Idioten“ nicht entsprechend begegnet bin, dass ich mich auf endlose Diskussionen eingelassen habe, dass es zu einem Wortgefecht gekommen ist oder ich doch lieber etwas runterschlucke, satt zu kämpfen.

Es ist wohl doch nicht so einfach wie geschrieben…. und…. so ein so ganz einfacher Mensch bin ich auch nun wieder nicht. Aber ich bemühe mich! 😉

Was habt ihr für Erfahrungen? Welche Strategie habt ihr, um mit schwierigen Menschen klar zu kommen?

2 Kommentare zu „Stress begegnen: Der Umgang mit „schwierigen“ Menschen

  1. Also im Heim, da wird abends beim Essen untereinander IMMER gestritten und es geht IMMER darum Recht zu bekommen,es geht um Kleinigkeiten und ist einfach lächerlich. Da hau ich ab, Ich nehme den Vorwand woanders in einer HG mitzuhelfen was ja auch stimmt.

    Denn sie wissen nicht was sie da tun.
    Doris

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