Schnee in den Alpen, Stromausfall in Flensburg…

Ist weit weg? Betrifft mich nicht?

Nein im Moment vielleicht nicht, aber vielleicht morgen? Was dann? Habt ihr etwas Notverpflegung im Haus?

Als 2016 das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zur Vorsorge aufrief, erntete sie Gespött. „Die Bundesregierung rät zu Hamsterkäufen.“ So war das ganz bestimmt nicht gemeint!

Vielmehr sollte ein jeder -so wie es früher selbstverständlich war- Lebensmittel, Wasser, Medikamente, Kerzen und sonstige Dinge des täglichen Bedarfs für ein paar Tage im Hause haben, denn nicht nur Kriegs- oder Katastrophenfälle können zu Engpässen führen. Auch ein Stromausfall kann dazu führen, dass Ladenkassen nicht mehr funktionieren und deshalb die Geschäfte geschlossen bleiben, dass das Trinkwasser nicht mehr aus der Leitung kommt, weil die Pumpen der Fernleitungen ohne Strom still stehen usw.

Aber was und wieviel brauche ich?

Hierzu gibt es meiner Meinung nach eine recht gute Hilfe. Beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe kann man sich eine Checkliste herunterladen oder mit dem Vorratskalkulator für die Familie den Vorrat für 1 – 28 Tage berechnen lassen.

Als ich vor ein paar Jahren zum ersten Mal mit den Vorratskalkulator unseren Bedarf errechnet habe, war ich überrascht, wie viel wir nach diesen Empfehlungen brauchen sollen. Aber z.B. 14 Liter Wasser für eine Person in der Woche ist nicht wirklich viel. Nur die Summe macht es. Es erscheint viel.

Jetzt haben wir immer einen Grundstock da, welchen wir kontinuierlich aufbrauchen und wieder nachkaufen, so dass die Vorräte nicht schlecht werden können.

Ich finde, für ein paar Tage kann wirklich jeder etwas für seine eigene Versorgung tun.

 

4 Kommentare zu „Schnee in den Alpen, Stromausfall in Flensburg…

  1. Finde ich auch. 🙂

    Als Ergänzung: Man kann sich auf der Webseite vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auch kostenlos bis zu 5 Broschüren vom *Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen* bestellen und die anderen 4 verschenken – für die, die keinen Internetzugang haben oder sich dem Thema noch nicht ausreichend gewidmet haben.

    Ein guter Wasserfilter rundet die private Vorsorge ab. Ohne sauberes Trinkwasser ist nach 3 Tagen Schluß mit lustig für den Menschen.

    Gefällt mir

  2. Ich habe mehrere Wasserfilter hier. Einen etwas höherpreisigen mit Keramik-Kartusche, der laut Hersteller 50 Tsd. Liter Wasser filtern kann. Für grobe Verschmutzungen bastel ich ein Tuch oder einen Kaffefilter vor den Ansaugschlauch, damit die Filterkartusche nicht gleich den Dienst versagt.

    Dann habe ich noch ein paar Wasserfilter im unteren Preissegment, die sich aber ebenso gut eignen. Wenn man auf Qualität achtet will, sollte auch ein Aktivkohlefilter drin sein.

    Es gibt viele Möglichkeiten, Wasser einigermaßen sauber und keimfrei zu bekommen, um es zu trinken. Beliebt sind auch sogenannte UV-Pens. Das Prinzip kann man sich auch zu Nutze machen, indem man eine Flasche mit dreckigem Wasser ein paar Stunden in die Sonne; möglichst über eine dunkle Oberfläche legt. Viele Keime und Schadstoffe werden dadurch abgetötet und der Geschmack nach Plastik wäre in so einer Notsituation für mich zweitrangig.

    Zur Not kann man sich auch einen Wasserfilter selber bauen. Das geht aber dann schon mehr in die Survival-Ecke. Einer 1,5 l Plastikflasche den Boden abgeschnitten und 2 Löcher zum aufhängen reinstechen. Dann füllt man die Plastikflasche mit klein zerstoßener Holzkohle vom Lagerfeuer, einer Schicht, Schilf, Gras oder anderer trockener Materialien, dann eine Schicht Sand, wieder etwas Schilf, dann kleinere Kiesel, Schicht Schilf und oben wenn man hat noch ein Stück Stoff, dass die gröberen Partikel im Wasser filtert. Diesen Filter verkehrt herum aufhängen und mit Wasser befüllen – kommt unten einigermaßen sauberes Wasser raus.

    Wasser von unbekannten Quellen sollte man immer abkochen. Die Hardcore-Survivalisten, wie bspw. der Joe Vogel, trinken mit einem kurzen Schilfhalm das Wasser vom Rhein, indem sie 2 m vom sandigen Ufer eine kleine Mulde bilden und das sich darin sammelnde Wasser mit dem Schilfhalm schlürfen. Ich würde mir das nicht ohne Kohletabletten dabei zu haben, trauen. 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Ah, jetzt hab ich es erst bemerkt… DU bist das! Sorry.

      Danke für deine ausführliche Beschreibung!
      So langesam denke ich, es ist besser sich einen gescheiten Wasserfilter anzuschaffen als sich mit zig Litern Wasser den Keller zuzubauen. Ein paar Liter als sauberes Wasser und dann den Filter. Brauchwasser aus der Zisterne ist reichlich vorhanden. Sollte die leer sein, haben wir einen Bach in der Nähe.
      Ich werde mich mal umgucken.

      Liebe Grüße, Sibylle

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s