Haushaltsbuch scheiben


Wenn man zum Thema Geld sparen in Internet recherchiert, stößt man immer wieder auf die Aussage: Schreib ein Haushaltsbuch! Aber warum macht das keiner? Alle wollen sparen, haben aber kaum eine Ahnung davon, was wirklich an Geld raus und reingeht.

So eine Aufzeichnung konsequent zu führen kostet Ausdauer. Ja, manchmal ist es auch etwas lästig, aber ich meine, es lohnt sich. Wir führen seit bestimmt 20 Jahren ein Haushaltsbuch.  Anfangs mit Papier und Stift. Heute läuft das elektronisch.
Schön ist, wenn beim Kassensturz am Monatsende Soll und Ist centgenau übereinstimmen. 😉

Ich gebe euch meine 7 Tipps dazu:

1) Papier und Bleistift oder elektronisch

Überlegt euch, ob ihr das Buch mit Papier und Bleistift führen wollt, oder ob ihr euch elektronische Unterstützung holt.

Die Papiervariante hat den Vorteil, dass man das Büchlein immer bei sich haben kann. Der Nachteil ist, man muss selbst zusammenrechnen.

Als elektronische Möglichkeiten gibt es die klassische Excel-Tabelle, oder man kauft sich ein Programm dafür. Viele der elektronischen Geldverwaltungsprogramme kann man auch für das Online-Banking benutzen.

Egal welche Variante: Im Internet gibt es viele kostenlose Vorlagen für Papier-haushaltsbücher und für Excel-Tabellen. Geldverwaltungsprogramme sind meist kostenpflichtig. Die Preisspanne ist recht groß.

2) Macht ein Grundgerüst

Alle fixen Einnahmen, wie Lohn/Gehalt, Kindergeld, Rente, …
Alle fixen Ausgaben, wie Miete, Kreditraten, Handyvertrag, Versicherungen,…

Beachtet dabei auch die Einnahmen und Ausgaben, die nicht monatlich, sondern vielleicht vierteljährlich oder jährlich gebucht werden. Ich denke da z.B. an die Autosteuern.

3) Stöbere die Geldfresser auf

Schlummert da noch ein Vertrag von Fitnessstudio, welches du seit Monaten nicht mehr von innen gesehen hast?

Nutzt du wirklich noch diese Handyapp, für die monatlich 3 Euro abgebucht werden?

Nutze die Gelegenheit gleich, um diese unnötige Abos, Apps, Versicherungen usw. zu kündigen.

4) Schafft eine Routine

Wenn man täglich die Ausgaben aufschreibt, vergisst man auch nicht die klitzekleinen Kleinigkeiten, die sich im Laufe des Tages so gesammelt haben. Da ein Kaffee, an der Kasse ein Schokoriegel? Schreib es auf! Egal ob es nur ein paar Cent waren. Schreib es auf!

5) Lasst euch den Kassenzettel geben

Man glaubt gar nicht, wie schnell das Hirn die Einkäufe vergisst. Der Kassenzettel wird daran erinnern. 😉

6) Kassensturz

Macht regelmäßig einen Kassensturz. Am Wochenende oder spätestens am Monatsende. Überprüft Bank- und Kreditkartenabrechnungen. Fügt die Interneteinkäufe zu den Ausgaben ins Haushaltsbuch.

Stimmen Soll und Ist überein?
Ja? Prima!
Nein? Woran liegt es? Ist alles eingetragen, ist vom Konto ein Posten abgezogen, der nicht berechtigt war??

7) Denkt drüber nach

Die Mühe soll sich gelohnt haben: Jetzt kannst du sehen ob und wie sich Einkäufe summieren?
Sind wirklich alle Ausgaben nötig (gewesen)?
Wo kannst du sparen?
Jeden Tag (nur) einen Kaffee to go? Oder kannst du dir den Kaffee auch zu Hause machen, in den eigenen Becher abfüllen und mitnehmen?
Ist das Lunchpaket nicht vielleicht doch günstiger, als das Mittagessen beim Bäcker um die Ecke?

Was läuft im nächsten Monat anders? Wo ist Sparpotential?

Was machst du mit dem vielen Geld, das du eingespart hast? 😉

Schulden begleichen, für einen Urlaub sparen oder einen extra Familienausflug machen?

Ich wünsche euch viel Durchhaltevermögen und als Lohn ein Plus auf der Habenseite des Kontos!

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8 Kommentare zu „Haushaltsbuch scheiben

  1. Es gibt auch kostenlose Programme, die die eigene „Buchhaltung“ erleichtern. Ich nutze seit 2010 den Web-Budgetplaner der Sparkasse. Er ist leicht zu bedienen und bietet übersichtliche Auswertungsmöglichkeiten. Es gibt, meine ich, sogar eine App fürs Handy, sodass man ihn immer dabei haben kann.

    Den Kassenzettel sollte man wirklich immer mitnehmen! Und am besten direkt im Laden noch nachschauen, ob auch alles stimmt 😉 Dabei geht es nicht darum, die Kassierer(innen) vorzuführen. Doch auch sie sind nur Menschen und machen ab und zu mal Fehler.
    Ansonsten kann der Bon auch gut genutzt werden, um etwaige Spontankäufe doch noch zurückzugeben.

    Ansonsten tolle Basistipps, die eine solide Grundlage legen! 🙂

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      1. Er ist netterweise für alle kostenlos 🙂 Ich selbst hatte noch nie ein Konto bei der Sparkasse. Einfach nach „Web Budgetplaner“ googlen und darauf achten, dass er von „Sparkassen Finanzgruppe Beratungsdienst Geld und Haushalt“ angeboten wird. Anmelden und fertig 🙂

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      2. Hallo Maria!
        Ich hatte es ja in meinem Artikel recht allgemein gehalten. Sicherlich geht der Trend wirklich zu der elektronischen Lösung. Mit Handy-App habe ich es nicht so, aber ich nutze auch ein Programm. Dieses ist unabhängig von von Banken, kann aber sonst alles, was die bankeigenen Angebote auch so können. Nur verfolgt meine Bank damit nicht alle meiner Finanbewegungen. 😉

        Liebe Grüße, Sibylle

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  2. Liebe Sibylle,
    danke für deine Tipps, der Artikel trifft einen Nerv, ich habe in diesem Jahr mit dem Führen eines Haushaltsbuchs begonnen. Allerdings geht es dabei nur um die Barausgaben, alles andere kann ich gut via Online-Banking nachvollziehen. Ich nutze eine App (Monefy), da kann ich direkt nach der Bezahlung den Betrag und die Art der Ausgabe eintragen. Bin gespannt, was dabei rum kommt, ich rechne mit Überraschungen 🙂
    Liebe Grüße, Jule

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  3. Liebe Sybille,

    wir führen seit einem halben Jahr ein elektronisches Haushaltsbuch. Wir haben dort unsere fixen Einnahmen und Ausgaben stehen und geben dann jede weitere Zahlung per Hand ein.
    Mittlerweile zahlen wir fast ausschließlich per Karte. Das macht das Ganze etwas einfacher. Aber es ist immer wieder schön zu sehen, wie viel man gespart hat und wo man noch optimieren kann. Ich möchte es gar nicht mehr missen.

    Lieben Gruß,
    Jani

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