Klimawandel, oder einfach nur schönes Wetter?

Wir werden uns drauf einstellen müssen.

Nach der Warmphase im Februar ist es jetzt Mitte/Ende April wieder sehr schön warm und sonnig. Über die Ursachen gibt es verschiedene Meinungen – eines ist jedoch sicher: Wir müssen schauen, dass wir die Erwärmung nicht künstlich weiter vorantreiben und wir uns an die Veränderung anpassen.

Nach dem Rekordsommer und der Dürre 2018 ist es jetzt – trotz des nassen und stürmischen Märzwetters – schon wieder oder immer noch zu trocken. Noch genießen wir die wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut. Unser Garten hingegen lechzt nach Wasser. Er liegt in der vollen Sonne und der hier immer wehende Wind trocknet den Boden zusätzlich aus. Der Boden reißt und das Saatgut liegt trocken. 10Ich muss schon jetzt unsere 5000 Liter Regenwasser-Reserve angreifen, um die Nutzkulturen zu gießen.

Wo soll das hinführen?
Wir haben erste Konsequenzen gezogen:

Wir hatten in jedem Frühjahr Kraft und Geld investiert, um einen gepflegten Rasen zu bekommen: vertikutiert und gedüngt… und in jedem Jahr -spätestens im August- war das Gras gelb. Über den Herbst und das darauffolgende Frühjahr hatte es sich immer wieder erholt. Gewässert habe ich den Rasen grundsätzlich nicht. Mit dem Wasser habe ich lieber die Nutzpflanzen gegossen.

2018 ist unser Rasen zu 80% so verbrannt, dass er sich bis jetzt nicht davon erholt hat. Auf den kahlen Flächen hat sich das „Unkraut“ breit gemacht. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wir „drehen alles auf links“ und säen für viel Geld wieder Rasen ein, oder wir lassen der Natur ihren Lauf.
Wir haben uns für Variante zwei entschieden: Das was wachsen will, soll wachsen. Und was soll ich sagen? Es ist so schön! Aus der eintönig grünen Fläche wird langsam aber sicher eine bunte Wiese. Es blüht und summelt jetzt schon.

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Unsere Gemeinde hat kostenlos Samentütchen verteilt.8Die passen gut in unser Konzept. Deswegen habe ich sie auf eine leere Fläche gleich neben der Wiese gesät. Mal sehen, was da rauskommt. Im Moment ist noch nichts zu sehen.

Auch bei den Nutzpflanzen will ich Wasser sparen, denn das letzte Jahr hat gezeigt, dass auch 5000 Liter irgendwann mal aufgebraucht sind, wenn es keinen Nachschub gibt.
Die ersten Versuche mit Beschatten von Boden und Pflanzen hatten gute Erfolge gezeigt. Das will ich in diesem Jahr ausbauen.
Eine Möglichkeit den Boden feucht zu halten wäre das Mulchen. Das finden aber auch die Schnecken gut und ist daher für hier nur bedingt empfehlenswert.

Die andere Möglichkeit ist das Beschatten durch Tücher und Steine.
Kräuter, die gern mehr Wasser haben möchten, wie z.B. der Schnittlauch gedeihen hinter ihrer „Festung“ aus Sandsteinen sehr gut. Die Steine regulieren die Temperatur etwas, halten den Wind ab und beschatten gleichzeitig den Boden.12

Mein neu angelegtes Erdbeerbeet hat ein Sonnendach aus Vlies. Darunter hält sich die Feuchtigkeit ganz gut und die Pflanzen haben bessere Bedingungen zum Wachsen. Auch ein Teil eines anderen Beetes, welches frisch eingesät ist, ist mit Vlies abgedeckt.

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Nun muss ich schauen, wie sich das Neue bewährt. Sicherlich werde ich im Laufe des Sommers noch mehr Sachen ausprobieren um der Wärme und der Trockenheit ein Schnippchen zu schlagen. 😉

 

 

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