selbstgemachte Holunderblütenseife

ohne zugesetzte Farb- und Duftstoffe

Nachdem ich es schon angekündigt hatte, folgt hier mein Rezept für die Holunderblütenseife, die ich heute hergestellt habe.

Mich hat der Duft der frisch geernteten Blüten inspiriert. Auch der Aspekt, dass Holunderblüten eine positive Wirkung auf die Haut haben, ist ja für die Verarbeitung in einer Seifen nicht schlecht. Holunderblüten  beruhigen Infektionen der Haut, helfen bei leichten Verbrennungen, bei Wunden und auch kleinen Geschwüren. Also genau das Richtige für Hände, die zum Beispiel in der Gartenerde gebuddelt haben.

Hier ist das Rezept meiner Seife mit 9% Fettüberschuss

  • 290 g Kokosfett2
  • 78 g Palmfett
  • 265 g Olivenöl
  • 125 g Rapsöl
  • 110 g Sonnenblumenöl
  • 78 g Rapsöl als Fettüberschuss
  • 291 g Regenwasser
  • eine Hand voll getrocknete Holunderblüten
  • 120 g Ätznatron
***Sicherheit siehe unten  (Ätznatron=Natriumhydroxid=NaOH)

Anleitung

Vorbereitung:

1

  • das abgemessene (Regen-) Wasser in den Tiefkühler stellen, damit es sehr kalt ist, wenn das Ätznatron dazu gemischt wird
  • Tisch abdecken, so dass die Oberfläche keinen Schaden nehmen kann
  • alle Materialien bereit stellen
  • geeignete Behälter bereit stellen.
  • Seifenform bereit stellen. Ich nehme eine Backform und schlage sie mit Papier aus.
  • Waage, Löffel und Stabmixer (inkl. Stromanschluss) bereit stellen
  • Öle/Fette abwiegen
  • Ätznatron abwiegen
  • sonstige Beigaben, wie Farben, Kräuter, Blütenblätter usw. bereit stellen
  • Schutzkleidung anlegen (lange Ärmel, lange Hose, Handschuhe, Schutzbrille)

Herstellen der Seife:

  • Ätznatron unter ständigem vorsichtigen Rühren zum Wasser geben. Ätznatron zum Wasser – nie umgekehrt!  Achtung: Die Lauge wird sofort heiß, die Dämpfe sind hochgiftig! Weiterrühren, bis die Flüssigkeit wieder klar wird. So lange abkühlen lassen, bis die Lauge nur noch warm ist. (Außen an der Schüssel testen, nicht in die Lauge fassen.)
  • Öle/Fete in einem Topf erwärmt bis sie flüssig sind. Zum Weiterverarbeiten sollte es dann ungefähr handwarm sein.
  • wenn Öle/Fette und die Lauge etwa die gleiche Temperatur haben, Lauge vorsichtig zu den Fetten geben und mit dem Stabmixer so lange rühren bis eine puddingartige Masse entsteht
  • sonstige Beigaben wie Farben, Kräuter, Blütenblätter dazu geben (kann man auch weglassen)
  • fertige Masse in die Seifenform(en) gießen und abdecken
  • mindestens 24 Stunden stehen lassen, anschließend mit Gummihandschuhen prüfen, ob die Masse so fest ist, dass man sie aus der Form nehmen kann
  • Masse ausformen, schneiden und auf einem Holzbrett für mindestens 6 Wochen trocknen und reifen lassen. In der Zeit sinkt der ph-Wert und die Seife wird milder.

Wie die Seife wirklich geworden ist, zeigt sich dann in ein paar Tagen. Optisch ist sie schon mal nicht schlecht. 😉

3

Nach einen Tag sah die Seife dann so aus. 10

Zu meiner Freude riecht sie wirklich nach Holunderblüten!

Ein Schildchen hat sie auch noch bekommen:

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In ein paar Wochen werde ich sehen, ob sie auch noch gut wäscht. 😉


***Sicherheit
Ätznatron ist ein gefährliches Zeug, aber beherrschbar, wenn man ein paar wichtige Regeln beachtet:
  • Hautkontakt vermeiden: daher Handschuhe und Kleidung tragen, die die Haut abdecken. Bei Hautkontakt sofort gründlich mit Wasser und Seife abwaschen, danach einen Arzt aufsuchen.
  • Augenkontakt vermeiden: daher eine Schutzbrille tragen:
    Bei Augenkontakt die geöffneten Augen mehrere Minuten unter fließendem Wasser ausspülen, danach einen Arzt aufsuchen.
  • Dämpfe nicht einatmen: daher für ausreichend Lüftung sorgen. Nach Einatmen der Dämpfe sofort an die frische Luft gehen, einen Arzt aufsuchen oder in ganz schlimmen Fällen Notruf anrufen.
  • Nicht verschlucken: daher nie in der Nähe von Lebensmitteln lagern oder verwenden. Nach Verschlucken, viel Wasser nachtrinken, nicht erbrechen, Arzt aufsuchen.

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