Notvorsorge mit Verstand

Jetzt, wo viele Leute verständlicher Weise verunsichert sind wie sie mit der Coronakrise und den Folgen daraus umgehen sollen, ist vieleicht die Zeit mal über das Thema „Notvorsorge mit Verstand“ nachzudenken.
Es ist mir völlig unklar, was und wieviel machne Leute aus den Läden schleppen. Mir scheint bei machen jeglicher Verstand ausgesetzt zu haben…
Da darüber nun aber schon immer und überall berichtet wird, will ich das hier nicht auch noch tun.

Ich möchte mit diesem Beitrag dazu anregen darüber nachzudenken, was man für den Notfall wirklich braucht. Ein Notfall kann vieles sein: Quarantäne, längerer Stromausfall, häftige Wetterereignisse…

Bei mir gehört es zum ganz normalen Haushaten, dass ich eine Resterve zu Hause habe. Ich habe echten Mangel erlebt und kenne Vorratshaltung von meiner Mutter und meiner Großmutter.

Wie gehen wir also vor?

Eine gute Grundlage für die Abschätzung was man an Lebensmitteln braucht ist meiner Meinung nach der Vorratskalkulartor des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Dort gibt man an, wie viele Personen im Haushalt leben und für wie viele Tage man einen Vorrat anlegen möchte.

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Nach dem Klick auf „Berechnen“ erhält man eine sehr schöne Übersicht, was man so ungefähr braucht.

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Natürlich passt diese Aufstellung nicht zu allen Ernährungsgewohnheiten. Sie berücksichtigt auch keine Nahrungsunverträglichkeiten und Allergien, aber sie ist eine gute Richtschnur.

Auch fehlen leider die Angaben zu Hygieneartikeln wie z.B. Toilettenpapier 😉 Nein, man braucht in 2 Wochen keine 4 oder 5 Pakete. Wer seinen waren (durchschnittlichen) Verbrauch an solchen Artikeln rausbekommen will, markiert sich beim Öffen einer neuen Flasche oder beim Anhängen einer neuen Rolle Toilettenpapier das Datum. So lässt sich die Zeitspanne leicht errechnen und auch, wie viel man in 14 Tagen wirklich verbraucht.

Recht hilfreich ist auch die Broschüre Rat­ge­ber für Not­fall­vor­sor­ge und rich­ti­ges Han­deln in Not­si­tua­tio­nen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz .

Dort ist neben Tipps zur Bevorratung von Lebensmitteln und einem Wasservorrat, die Bestückung der Hausapotheke und vieles andere beschrieben.
Die Broschüre gibt es als Download. Man kann sie aber auch in Papierform kostenlos bestellen.

Unser Liste für die Notfallvorsage hängt in unseren Vorratsraum und sieht so aus:

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Die meisten von uns verbringen jetzt gezwungermaßen viel Zeit zuhause. Die Notvorsorge wäre ein Thema, mit dem man jetzt beschäftigen könnte.

Auf dass man die Vorräte nie in einem Notall braucht!

Bleibt gesund!

3 Kommentare zu „Notvorsorge mit Verstand

  1. Hallo Sibylle,
    ein sehr interessanter Beitrag, weil ich mich aufgrund von Corona auch mit der Vorratshaltung beschäftigt und einen kleinen Vorrat für uns angelegt habe.
    Sind das bei dir alles Vorräte, die wirklich nur für den Notfall angelegt sind und für den täglichen bzw. wöchentlichen Bedarf hast du noch einen zweiten Vorratsschrank? Mich würde auch interessieren, wie du das mit dem Verfallsdatum im Auge behältst. Gehst du einmal im Monat oder so alle Vorräte durch und nimmst das raus, was bald abläuft, verbrauchst es und ersetzt es beim nächsten Einkauf? Oder hast du da eine Liste, wo du alle Daten einträgst?
    Danke und LG, Antje

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      1. Ganz lieben Dank für die ausführliche Antwort. Jetzt habe ich verstanden, wie ihr das handhabt mit der Vorratshaltung. Es ist also alles immer in Rotation und wird regelmäßig wieder aufgestockt. Ich werde es auch so machen, dann kann auch nichts schlecht werden. LG, Antje

        Gefällt 1 Person

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