Notvorsorge – der praktische Teil (3/3)

mit Quarantäne-Essenplan für die Zeit vom 26. Oktober bis 8. November 2020


Jetzt ist es beschlossen – und dieses Mal deutschlandweit einheitlich:
Lockdown, der zweite.

Die Schulen und Kitas bleiben offen. Das ist die positive Meldung daran. Viele werden wieder oder weiterhin Probleme bekommen oder haben, ihren Beruf ausüben zu können. Hier trifft es wieder oder immer noch Gastronomen, die Reisebrange, sämtliche Kultureinrichtungen und viele der 2,32 Millionen Solo-Selbstständigen (Freiberufler, Handwerker, Künstler, …) Vielen steht schon jetzt das Wasser bis zum Hals.
Auf die angekündigten staatlichen Unterstützungen können wir im Moment noch gespannt sein, denn ausgehandelt ist dafür im Moment noch nichts.

Geschäfte bleiben geöffnet – bekommen aber die Auflage, dass sich höchstens eine Person pro 10m² Verkaufsfläche im Laden aufhalten darf.
Dann wird also wieder vor jedem Laden ein Wachdienst stehen, der aufpasst, dass man nicht ohne einen der abgezählten Einkaufswagen in das Geschäft geht. (Ja gut. Luxusproblem. Die Versorgung ist gesichert.) Noch etwas Positives: Die Wachleute haben für ein paar Wochen einen Job.

Ich habe in meinen vorhergehenden Beiträgen zur Vorsorgen ja schon einiges dazu geschrieben, wie ich uns auf den Fall einer Quarantäne vorbereite, denn Corona kann man sich zur Zeit wahrscheinlich immer und überall einfangen. Jetzt, wo wir nun eindringlich aufgefordert werden, möglichst nur noch aus dem Haus zu gehen, wenn es unbedingt nötig ist, stelle ich unsere Lebensmittelversorgung (wieder) um. Ich will es hinbekommen, dass ich die ganze Zeit des Lockdowns möglichst nicht einkaufen muss. (Ich habe auch keine Lust in der Schlange vor dem Laden auf einen der Einkaufswage zu warten.)

Es gab schon mal eine Zeit, wo ich nur alle 4 Wochen eingekauft habe. Damals hatte ich das gut im Griff. Bekomme ich das jetzt auch wieder hin?

Das Wichtigste ist die gute Planung – aber da habe ich ja Übung. 😉
Zuerst der Essenplan, dann die Einkaufsliste, dann das Einkaufen. Das müsste doch zu machen sein!

Den Essenplan habe ich fertig. Der Rest ergibt sich daraus.

Quarantäne-Essenplan für 2. bis 30. November 2020

Mo,02. NovHeringssalat mit Roter Beete und Kartoffeln 
Di,03. NovFrikassee mit Kartoffeln und Roter Beete 
Mi,04. NovSoljanka, BrotQuark mit Zimtquitten
Do,05. NovNudeln mit Tomatensoße 
Fr,06. NovBauernfrühstückKirschtomaten aus dem Glas
Sa,07. NovReisbrei mit Sauerkirschen 
So,08. NovBratwurst, Sauerkraut und Kartoffeln 
Mo,09. NovMöhrensuppe mit HackfleischklößchenSchokopudding
Di,10. NovBratkartoffeln mit Spiegelei / SülzeGewürzgurke
Mi,11. NovKaiserschmarren mit Zwetschenkompott 
Do,12. NovSpaghetti mit BärlauchpestoBratapfel
Fr,13. NovReibekuchen mit Quittenmus 
Sa,14. NovKartoffelbrei mit Fleischkäs und gebratenen Zwiebeln 
So,15. NovGrillwurst, SchwenkkartoffelnTomatensalat
Mo,16. NovTomatensuppe, BrötchenGriespudding mit Obst
Di,17. NovNudeln mit Salami-Tomatensoße 
Mi,18. NovReisauflauf mit Äpfeln, Rosinen und Haselnüssen 
Do,19. NovKartoffelbrei mit Ente Apfel-Möhren-Zitronen-Rohkost
Fr,20. NovNusspfannkuchen mit Apfel-Zimtquark 
Sa,21. NovPizza 
So,22. NovGehacktesklößchen mit Mischgemüse und Kartoffeln 
Mo,23. NovKartoffelsuppe mit HackfleischKirschkompott
Di,24. NovEierkuchen mit Birnenmus 
Mi,25. NovKartoffelsalat mit Wienerle 
Do,26. NovChili sin Carne 
Fr,27. NovGemüsefrikadellen mit Pilzsoße und Stampfkartoffeln Aprikosen-kompott
Sa,28. NovKartoffelbrei mit WürstchengulaschZucchinisalat
So,29. NovBayrisch Kraut, Kochwurst und Kartoffeln 
Mo,30. Novgefüllte Paprikaschote mit Kartoffeln 
Di,01. DezGrieß-Quark-Auflauf mit bunten Beeren 

Wenn man nur alle vier Wochen einkaufen gehen will, muss man natürlich auch die anderen Vorräte im Blick behalten. Getränke, Brot, Kaffee/Tee, Hygieneartikel, ….

Es ist eine Herausforderung. Ich bin gespannt, ob ich es schaffe.

9 Kommentare zu „Notvorsorge – der praktische Teil (3/3)

  1. Einen wunderbaren guten Morgen, ich finde deine Essensplanung super, auch wir versuchen vorausschauend zu planen um einzukaufen. Ich scheitere allerdings an den Milchprodukten und den frischen Zutaten. Wir sind vier Personen. Wie lagerst du für vier Wochen z. B. deine Milchprodukte ein? Herzliche Grüße, Carmen

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    1. Hallo Carmen!
      Ich kaufe Frischmilch in Glasflaschen für die ersten Tage und für den Vorrat dann Tütenmilch. Quark und Käse halten sich lange im Kühlschrank. Schmand gibt es auch ungekühlt. Joghurt mache ich selbst aus dem Milchvorrat. Eier halten sich lange.
      Für das Frühstück habe ich Beeren im Tiefkühlschrank. Eingelagert sind Äpfel, Quitten, Birnen, Möhren, Zwiebeln, Kartoffeln und Kohl.
      Salat gibt es in den ersten Tagen nach dem Einkaufen. Länger als Salat hält sich Chinakohl, den man auch sehr gut als Salat essen kann.
      Frischwurst isst bei uns keiner. Salami hält sich ewig. Was wir recht gern essen ist selbst eingekochtes Hackfleisch als Brotbelag. Gern dazu Gewürzgurken, Rote Bete, eingelegte Zucchini oder Tomaten vom Sommer.
      Im Garten stehen noch Kräuter. Wildkräuter gibt es das ganze Jahr über.

      Vielleicht hilft dir das ein wenig weiter.
      Liebe Grüße, Sibylle

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  2. Hallo Sibylle,
    ich freu mich, hier wieder zu lesen. Was die Vorratshaltung angeht, habe ich mittlerweile so umgestellt, daß wir vermutlich 3 Monate bis 1/2 Jahr nicht einkaufen müßten.
    10 kg Ghee und 5 Liter Olivenöl bestell ich beim Biogroßhandel, genauso wie Espresso, Tomaten im Glas und einiges mehr.
    Grünes gibts entweder weiterhin aus dem Garten oder von der Waldweide. Joghurt pur hält gekühlt wirklich durchaus 1 bis 2 Monate über MHD, wird mit der Zeit dann etwas saurer, aber wir mögen das.
    Mittlerweile versuche ich, mir immer mehr traditionelle Handwerks-/Verarbeitungstechniken zu erlernen, die vor 100 Jahren vermutlich noch jede Hausfrau gewirtschaftet hat.
    Ich bin sehr für Selbsttätigkeit, weil ich dann auch erlebe, daß ich selbst ständig das meiste kann. 😉
    Liebe Grüße

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    1. Hallo Chris,
      für 3 Monate bis 1/2 Jahr ist natürlich ein Wort! Dafür müsste ich erst einmal Platz schaffen. 😉 Bisher sehr ich aber für uns die Notwendigkeit für solche Mengen nicht.
      Was lernst du für Techniken? Vielleicht ist auch was für mich dabei. Ich bin ja immer neugierig.

      Liebe Grüße, Sibylle

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  3. Hallo Sibylle,
    ich hatte angefangen, Essig selbst herzustellen. Der erste Essig ist fertig und der nächste blubbert lustig in der Küche vor sich hin. Auf die Idee bin ich gekommen, weil es hier ein paar Apfelbäume gibt, die niemand bewirtschaftet. Also haben wir die Äpfel gesammelt und probieren damit fleißig aus. Dörren, Essig machen, ausprobieren, wie lange und in welcher Wärme-/Kältezone des Hauses sie am besten zu bevorraten sind und was wir daraus für leckere Rezepte kochen/backen/braten. Ich bin ja der totale Sirup-Macher, aber ob ich aus denen auch Sirup herstelle, mal sehen.
    Diesen Apfelessig herzustellen ist so einfach und kostet kein Geld. Sprich, ich nehm was ich habe und wandle es durch meiner Hände Arbeit in etwas Schmackhaftes um.
    Was mache ich gerade noch? Immer wieder unsere Kleidung ausbessern und umarbeiten, bzw. z.B. das Wolle/Seide Shirt, das mein Kind innerhalb von 5 Minuten so angenagt hatte (bekommt die zweiten Zähne), daß mindestens 7 Minilöchle drin waren, einfärben mit getrockneten Zwiebelschalen/Kurkuma und zu einem Schlauchschal umarbeiten (ohne Nähmaschine).
    Weiters arbeite ich mich gerade vermehrt ein in die Arbeitsabläufe, wie die Leute früher ihre Lebensmittel für den Winter haltbar gemacht haben: Trocknen/Dörren, milchsauer vergären.
    Wir hatten in diesem Sommer, leider zu spät, wilde/unbewirtschaftete Kirschbäume entdeckt. Da waren die Kirschen am Baum getrocknet und schrumpelig. Es sind auch welche am Gebüsch darunter hängen geblieben. Kind und ich haben sie probiert: super Trockenkirschen, zwar mit Stein, aber den spucken wir aus.
    Ich bin immer wieder total überrascht, daß die Leute ihre Bäume nicht bewirtschaften. Ich find das eine Schande, das gehört doch verarbeitet. Irgendjemand hat in früherer Zeit besonnen an diesen Plätzen Obstbäume gepflanzt, doch auch für kommende Menschen – wir freuen uns sehr darüber, gerade auch, weil es ja dauert, bis so ein Baum gewachsen ist.
    Momentan beobachte ich im Garten genau meinen Weißkohl, um herauszufinden, wie ich den den ganzen Winter beernten kann.
    Merkst schon, ich bin ein sammelndes Eichhorn. 😉
    Ich schreibe später noch mal mehr – das Kind muß ins Bett.
    Herzliche Grüße Chris

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    1. Hallo Chris,
      Essig habe ich noch nicht gemacht.
      Sachen flicken tue ich auch und sammeln kann man immer etwas. 😉 Beeren, Kräuter, Nüsse, Pilze, Obst, Kastanien…. Einen „Trockenkirschbaum“ habe ich neulich auch hier gesehen, hab aber die Früchte nicht gekostet.
      Weißkohl ist bei mir nie was geworden. Da gab es immer zu viele Mittesser. In diesem Jahr habe ich Rosenkohl, Grünkohl und Lauch die ich im Winter ernten kann.
      Möhren, Schwarzwurzeln und Rote Bete lasse ich so lange wie es geht auf dem Beet stehen. Dort halten sie sich bis zum Frost am besten.

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  4. Ich nehme Essig schon seit 10 Jahren als Weichspüler, um so besser, daß ich jetzt dafür kein Geld mehr in die Hand nehmen muß.
    Weiterhin bin ich unter die Schnitzer gegangen und habe Löffel und auch Zwerge (zum Spielen) und Nähnadeln aus verschiedenen Hölzern geschnitzt. Ich finde Obsthölzer (Pflaume, Mirabelle, Kirsche) am schönsten, sind aber auch schwerer zu bearbeiten als Weichholz.
    Ich habe auch angefangen, Geraskörbchen zu nähen, das dauert allerdings sehr lange, je feiner man es näht.

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  5. Hallo Sybille und hallo Chris, ich erwische mich oft dabei, dass ich ungern an meine Reserven gehe und ich mich unwohl fühle, wenn sich Lücken in meinem Regal bilden. Kennt ihr das 🥺? Und wie geht ihr damit um, wenn ihr solange nicht einkaufen geht .. Herzliche Grüße, Carmen

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    1. Hallo Carmen!

      Meine selbst gemachten Schätze (Reserven) lege ich ja nicht an, damit sie im Regal stehen. Sie sind ja zum Verbrauch bestimmt und ich bin immer stolz, wenn etwas davon auf dem Tisch steht.
      Bei den gekauften verderblichen Reserven hat jedes schon beim Kauf seine Bestimmung. Ich weiß genau, wofür ich es einkaufe und verbrauche das dann natürlich auch dafür.
      Etwas anderes ist es bei lange haltbaren Lebensmitteln wie Bohnen, Erbsen, Mehl … Die werden im Laufe der Zeit aufgebraucht. Von den meisten Sachen habe ich mindestens eine volle und eine angebrochene Packung im Haus.

      Nein, ich fühle mich nicht unwohl beim Verbrauch der Vorräte.

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