noch gut…

leckere Mandarinenmarmelade

Neulich gab es beim Discounter Mandarinen zum halben Preis. Keine Ahnung, wo sie die jetzt noch gefunden haben.
Die Schalen sahen nicht mehr sooo toll aus, aber sie waren noch nicht „labberich“. Da gibt es in der Weihnachtszeit schlechtere Qualität.
Ich habe einen Beutel genommen.

Geschält waren sie völlig in Ordnung.

Daraus und aus einem Teil meiner kandierten Bio-Orangenschalen habe ich heute Marmelade gekocht.

…und so habe ich es gemacht:

Zutaten

  • 755 g geputzte Mandarinen
  • 70 g kandierte Orangenschalen
  • Saft von 3 frischen Saftorangen
  • Gelierzucker 3:1

Die Zubereitung

  • Mandarinen, die Orangeschalen im Orangensaft 5 Minuten weich kochen und anschließend pürieren
  • Die Masse abgewogen ergab 1020 g. Dem entsprechend werden 340 g Gelierzucker (siehe Gelierzuckerrechner) benötigt
  • Mandarinenmasse und Gelierzucker zusammen 4 Minuten kochen
  • anschließend in sterilisierte Gläser füllen und verschließen

Fertig.


Nun noch etwas Nachdenkliches

Lebensmittel -besonders bei den Discountern- sind in Deutschland meist viel zu billig. Dass 1 kg Mandarinen im Normalpreis hier 0,99 € kosten, kann nicht gesund sein. Ich hätte die Mandarinen liegen lassen können. Dann wären sie wahrscheinlich im Müll gelandet. Auch nicht gut.
Wie macht man es da richtig? Nicht kaufen und diese Preispolitik nicht unterstützen, oder solche Lebensmittel, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Müll gelandet wären, doch noch zu verwerten?
Schreibt mal, was ihr darüber denkt!

8 Kommentare zu „noch gut…

  1. Guten Morgen, das ist ständig ein Spagat für mich. Ich gehe aber fast nicht mehr in Discountern, und wenn (manchmal kaufe ich für meinen Papa ein), dann merke ich, setze ich tatsächlich einen Tunnelblick ein. In dem Ort wo ich wohne, sind wir Mitglied der solidarischen Landwirtschaft, wir haben einen Demeterhof mit Milchautomat, Bauern, die ihre Eier verkaufen und mein Mann ist Jäger. Wir versuchen möglichst direkt beim Erzeuger einzukaufen. Selten gehen wir zu Rewe. Für uns hat sich dieser Weg herauskristallisiert, um gut mit Lebensmitteln umzugehen. Liebe Grüße, Carmen

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  2. Hallo Sibylle, ich kann hier leicht den Moralapostel spielen, denn ich lebe allein und kann nach meinem Gutdünken kaufen oder nicht. Nicht in meinem Fall 🙂
    Aber ich sehe auch deutlich diesen für mich erfreulichen Trend hin zu regionalen, saisonalen und Bio-Produkten. Wobei mir Bio nicht so wichtig wie regional ist.
    In einem Blog lese ich regelmäßig davon, was eine Bloggerin „gerettet“ hat. Halbpreis-Produkte bezeichnet sie nicht als Schnäppchen oder „gespart“, sondern als „gerettet“. Hm, ich weiß nicht wo diese Produkte landen. Im Müll, bei der Tafel, bei notorischen Sparern oder bei bei Gelegenheits-Sparern? Besser als im Müll zu landen ist jede andere Option.
    Aber ich freu mich über jedes „faire“ Angebot. Wie gesagt, ich kann leicht reden…..

    Lieben Gruß und danke für deinen Beitrag, Hermine

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    1. Danke Hermine für deine Meinung.
      Natürlich ist regional besser, aber Orangen/Mandarinen gibts halt nicht regional, 😉
      Hier im Dorf kann ich Eier, Kartoffeln und Milch kaufen. Direkt vom Erzeuger. Das nutze ich auch sehr gern. Gemüse und Obst baue ich selbst an. Daher auch regional und Bio. Manches muss ich aber doch kaufen.
      Liebe Grüße, Sibylle

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  3. Genau mein Ding aus günstigen oder auch gefundenen Sachen etwas gutes herzustellen,so wie hier die Marmelade.Suche gern eßbare Pflanzen in der Natur,zur Zeit gibt es ja eine ganze Menge.Ein bißchen Zeit und Fantasie und schon geht es los.Natürlich auch mit den Angeboten aus dem Supermarkt.

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  4. Ich zähle mich schon lange zu den „Rettern“. Viele wollen das „alte Zeug“ ja gar nicht mehr. Vor 30 Jahren konnte ein Arbeitskollege von einem großen SM abends die „unverkäufliche Ware“ für seine Tiere abholen. Da gab er meinem Mann öfter was mit. Säcke voll Orangen, wo nur 1-2 schlecht waren, Salat, wo halt ein paar Blätter beschädigt waren, Rest- Brot und Backwaren vom Tag,(nur das war für unseren verwöhnten Gaumen wirklich nichts) Käse….
    sonst wärs in den Müll gegangen…darf heute nicht mehr so abgegeben werden. In unserer kleinen Sparfiliale wurde damals auch noch nach Kassaschluss die ganze aufgeschnittene Wurst + Reste in Sackerl eingefroren , das konnte man nächsten Tag als „Hunde, Katzen oder Hühnerfutter für ein Bagatell kaufen. Auch schon abends, kurz vor Schluss, wenn die Verkäuferin schon aufgeräumt hatte. Wurde auch eingestellt…leider auch der kleine Spar, wo man immer alles bekam fand was man brauchte und keinen ewigen Slaloms durchs ganze Geschäft ausgesetzt war.
    IN unseren kleinen privat-geführten SM gibts die 25-5o% Box für Frischwaren schon noch. Ich such mir oft die passenden Käseanschnitte, oder die portionierten Ecken und mach gleich Kaspressknödel draus, auch beim OBst-Gemüse gibt es diese Kiste. Ist ja besser, als wegwerfen. Komme aber nicht regelmäßig dahin, denn
    den Hauptteil beziehe ich sowieso über unsere Food-Coop direkt beim Erzeuger, bzw ab Hof, weil die auch alle näher liegen als der SM und sehr Vieles hat man halt auch selber. Da sind wir hier sehr privilegiert vom Angebot her und auch von den „Geschäftszeiten“…meist rund um die Uhr zugänglich. Für Südfrüchte nutzen wir „Crowdfarming,“ Da wird mit einer Sammelbestellung zusammengewartet bis mindestens 10 kg (1 Kiste) voll ist und direkt beim Wunschbauern in Spanien /Italien….geordert. Das sind dort auch regionale Direktvermarkter, die meist für die Ketten zuwenig liefern können. Die Ware ist unvergleichlich im Geschmack, sie wird nämlich nach Bestellung+Bezahlung erst gepflückt und ohne Umweg über Kühllager verschickt. Direkt vor die Haustür. Das kommt auch nicht teurer als im SM.Es gibt auch Mischkisten. Favoriten sind Mangos, Granatäpfel, Mandarinen, Orangen, Zitronen, Avocados, Mandeln, ….Für Singles lohnt sich natürlich eine 10 kg Kiste nicht, …gibt auch kleinere, natürlich dann teurer, …aber man kann sich ja zusammenreden und teilen, wie es bei uns geschieht. Meist kommen bei uns so 5 Kisten /Woche zusammen
    Kann ich nur empfehlen.
    Es geht auch nicht überall so wie bei unserem Bäcker vor Ort. Wenn`s Wunschprodukt aus ist, ist`s aus. Pech gehabt, oder was Anderes nehmen. Irgendwas ist fast immer noch da. Unsere Brotbäuerin bäckt überhaupt nur ein gewisses Kontingent, was im Ofen Platz hat und das nur alle 2 Wochen Do und Freitag. Da musst halt rechtzeitig vorbestellen oder „Dauerauftrag“. Da wird man automatisch weg von „just in time“ erzogen.

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    1. Hallo Hilde,

      danke für deinen langen Kommentar!
      Unser Bäcker hier im Dorf backt auch immer nur so viel, wie er erfahrungsgemäß los wird. Wenn man mal mehr kaufen möchte, weil z.B. Besuch kommt, muss man vorbestellen. Finde ich gut. So kommt wenig am Abend in die Tonne.

      Südfüchte habe ich in den letzten Jahren auch direkt bestellt. Einige Jahre waren wir sehr zufrieden mit den Lieferungen. Die Früchte waren lecker, da wirklich reif geerntet, und mit Sorgfalt verpackt, damit nichts zu Schaden kommt. Leider hat diese Quelle die Logistik umgestellt. Sie liefern jetzt in ein Zentrallager in Deutschland und lassen von dort aus verteilen. Nun haben wir mehrmals oft verdorbene oder vermatschte Früchte erhalten. Dort werden wir nicht wieder bestellen. Sehr schade. Ich finde es sehr traurig, dass die Mühe der Erzeuger so mit Füßen getreten wird.
      Kannst du mir mal per Mail deine Südfruchtquelle schreiben? Das wäre wirklich nett.

      Liebe Grüße, Sibylle

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