Wasserhaltung im Boden

oder

Versuch macht kluch

Schon lange habe ich das mit der Terra Preta im Kopf. Heute habe ich endlich mal den Versuch gestartet. Terra Preta ist eine mit Pflanzenkohle angereicherte schwarze Erde, die man in den 1060er Jahren im Amazonasgebiet gefunden und analysiert hat.
Pflanzenkohle hat bodenverbessernde und wasserhaltende Eigenschaften. Hauptsächlich wegen der zweiten Eigenschaft habe ich heute einen nicht ganz der Idee der Terra Preta entsprechenden Versuch gestartet.

Wir haben ein Beet, was im Regenschatten des Terrassendaches und in voller Sonneneinstrahlung liegt. Im Herbst habe ich den kompletten Boden herausgenommen und mit gehechseltem Laub, Kalk und Kompost vermischt. Gleichzeitig habe ich eine Schlange Perlschlauch eingelegt, um die Bewässerung dort endlich in den Griff zu bekommen.

Die Pflanzen entwickelten sich in den ersten Wochen prächtig, bis sich der Perlschlauch zugesetzt hat. Er ist dicht – nichts geht mehr. Wahrscheinlich ist unser Lössboden zu feinkörnig. Also mussten wir wieder per Hand, bzw. Gießkanne bewässern.

Heute, als ich eh ich an dem Beet gearbeitet habe, ist mir die Terra Preta wieder eingefallen. Ich bin in die Stadt geradelt und habe Grillkohle (EBC-zertifiziert) gekauft, die größten Brocken rausgesammelt und mit Kompost und Gesteinsmehl vermischt,

auf das Beet gestreut und untergemischt. Anschließend habe ich mit 10 Litern pro Quadratmeter gewässert.

Ganz so wird das im Original nicht gemacht, denn eigentlich wird die Pflanzenkohle wohl erst kompostiert.
Naja, ich denke, im Boden zersetzt sie sich auch. Spätestens beim nächsten Frost werden die Kohlestücke zerfallen.
Mal sehen ob es klappt. Wenn erst einmal die Wasserhaltung verbessert ist und keinen Pflanzen eingehen, bin ich schon zufrieden. 😉

5 Kommentare zu „Wasserhaltung im Boden

  1. Benutzte Grillkohle oder Holzasche auf dem Kompost – ich erinnere mich, dass man das hin und wieder machte (oder davon hörte, dass jemand das machte), aber dann wieder davon abkam. Es gibt wohl immer Für und Wider, bei JEDER Sache.
    Um sandigen Boden anzureichen habe ich auch Holzspäne untergearbeitet, neben allem möglichen – Grasschnitt, kleingeschnittene Ästchen, kleingeschnittene Obst- und Gemüseabfälle (je nach Muße)…
    Schön, dass du dich damit auseinander setzt.

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    1. Hallo Ingwer,
      bei der Verwendung der Grillkohle im Boden (gerade bei Beeten mit Nutzpflanzen) sollte man darauf achten, dass die Kohle schadstofffrei ist. Benutzte Grillkohle – so habe ich gelesen – sollte man nicht verwenden.
      Wir löschen unsere nicht verwendete Grillkohle ab und verwenden die Reste später noch einmal. 😉
      Liebe Grüße, Sibylle

      Gefällt 1 Person

  2. Eigentlich nutzt man Pflanzen Kohle. Ich lasse meine Gehölz Reste und Unkraut trocknen und verbrenne es dann in einer Tonne. Lösche es ab und dann geht es los:
    20 l Pflanzenkohle, 6 L Urin oder Ähnliches, 1 L EM-A Lösung , 2 kg Urgeteinmehl.
    Hab ich in diesem Jahr das erste mal gemacht bin schon auf die Wirkung gespannt. Meinen Tomaten scheind es zu gefallen sie wachsen sehr gut.
    Ich habe das rezept von“ rasch durch den Garten“
    LG Marion

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